Das Buch fürs kreative Kraut: Wildkräuter & Blüten von Usch von der Winden

Es gibt ein Frühlingskraut, das nennt sich Giersch. Es ist uralt. Schon im alten Rom schmeckte der Giersch den Legionären. Im Mittelalter war das Kraut in Klostergärten zu finden. Es ist voll mit Vitamin C und ätherischen Ölen. Es heilt angeblich Stoffwechselstörungen. Als Tee hilft es gegen Gicht und Rheuma. Auf Wanderungen lindert ein frisch zerquetschtes Blatt Schmerz und Rötung eines Insektenstichs. Und wieso haben wir von diesem Wunder-Wildkraut noch nie gehört? Oder warum sind die Wildkräuter die vor unserer Haustür wachsen so in Vergessenheit geraten?

Usch von der Winden holt die kreativen Kräuter zurück in die Küche. Jeder kennt den Bärlauch, Löwenzahn oder Rotklee. Was man aber mit Dost, Vogelmiere oder Gundermann anstellt, verrät Von der Winden in ihrem sorgfältig zusammengetragenen Kräuterkochbuch. Ja, es ist definitiv ein feminines Buch. Aber auch die Herren der Schöpfung können sich als Kräuterhexen versuchen. 32 Wildkräuter gibt es zu entdecken: Sie wachsen im Garten, auf Wiesen und Feldern oder am Waldesrand. Auch die gehobene Gastronomie hat sie wieder entdeckt. Toptrend momentan: Gartenspinat mit frisch gezupften Brennnessel-Blättern und jungem Giersch. Daheim wird dieses Gericht fast zum Nulltarif verspeist. Im Restaurant aber zu horrenden Preisen angeboten.

32 verschiedene Kräuter, die den Gaumen kitzeln. Und nicht nur das. Zu jedem Wildkraut gibt es eine informative Übersicht. Nicht nur zu Standort, Verwendung und Sammelzeit. Sondern auch zur Heilwirkung. Denn die kleinen Gewächse geben den Gerichten nicht nur den letzten Pfiff. Sie sind bis zur Blüte rappelvoll mit Vitaminen und ätherischen Öle. Bitterstoffen, die appetit- und verdauungsfördernd sind. Falvonoide, die die Harnproduktion antreiben und entzündungshemmend wirken. Und so weiter. Wildkräuter haben definitiv einen Gesundheitseffekt. Und schmecken tun sie auch noch: Giersch-Gemüse gibt den Lammkoteletts ein edle Petersiliennote. Der würzige Löwenzahnsalat ersetzt den Rucola. Die Blüten vom schwarzen Holunder verwöhnen alle Süßmäuler. Eigentlich ist „Wildkräuter&Blüten“ ein kleines Kräuterlexikon für zu Hause. Und mit den kräuterreichen Rezepten und Bildern noch viel mehr. Also, rausgehen, Augen offen halten und kreativ in der Kräuterküche werden…